Gegen eine Zukunft ohne Perspektive!


Informationen zur Rente mit 67

 

Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist die Rente mit 67 ist die richtige Antwort auf die demografische Entwicklung. Die anhaltend niedrigen Geburtenzahlen und eine gleichzeitig steigende Lebenserwartung wirken sich negativ auf das zahlenmäßige Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenempfängern aus. Die Anhebung des Renteneintrittalters soll dem entgegenwirken und die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung steigern.

 

Die Rente mit 67 soll verhindern, dass die heute Jüngeren später, wenn sie erwerbstätig sind, höhere Rentenbeiträge für die heutigen Arbeitnehmer, die dann Rente beziehen, zahlen müssen. Mit der Anhebung des Renteneintrittsalters sollen die Belastungen des demografischen Wandels gerecht auf alle Generationen verteilt verteilt werden. 

 

In der Theorie so wunderbar zu lesen, jedoch in der Praxis schwer umsetzbar. Solche Ideenlampen können auch nur Menschen aufgehen, die den gesamten Arbeitstag damit ausfüllen auf einem bequemen Stuhl zu sitzen und große Reden zu schwingen.

  • Gesundheitliche Einschränkungen sind gerade bei besonders körperlich belastenden Tätigkeiten ein wichtiger Punkt! Oft ist das Arbeiten bis zum Eintrittsalter aus gesundheitlichen Gründen überhaupt nicht möglich

 

  •  !!  Und das Beschäftigungsniveau ist für die über 50-jährigen sehr schlecht. Vielen ist es daher gar nicht möglich bis zum Renteneintrittsalter beschäftigt zu sein  .

 

Wegen des veränderten Bevölkerungsaufbaus müssen sich die Jüngeren auf steigende Beitragssätze einstellen. Diese Belastung soll laut Bundesregierung zwar begrenzt bleiben, doch auf welchem Niveau wird diese Begrenzung liegen?! Die Rente mit 67 ist doch wahrlich der Grundstein für die Altersarmut. Menschen die gesundheitlich nicht in der Lage sind bis zum gesetzlichen Rentenalter von 67 Jahren zu arbeiten, werden erhebliche Abstriche ihrer Altersversorgung in Kauf nehmen müssen (siehe rechts im Kasten).

 

Informationen 

 

 

 

 

 Wirtschaft fordert Rente mit 70

Die Diskussion über die Rente mit 67 reißt den Graben zwischen Arbeitgebern und Sozialverbänden weit auf. Wirtschaftsinstitute forderten nun sogar die Rente mit 70. 

 

Arbeiten bis zum 67. Lebensjahr ist der Wirtschaft noch zu kurz: Arbeitgebernahe Institute forderten am Mittwoch die Rente mit 70. Die Sozialverbände laufen jedoch jetzt schon Sturm gegen die Verlängerung von 65 auf 67 Jahre und wollen sie wieder einstampfen. SPD und Arbeitsministerium liefern sich derweil eine Zahlenschlacht darüber, wie viele Senioren tatsächlich überhaupt im Job sind. 

 

"Wenn wir uns die höhere Lebenserwartung und die abnehmende Geburtenrate in Deutschland anschauen, wird die Rente mit 70 perspektivisch kommen müssen", sagte der Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, der "Rheinischen Post". Schützenhilfe erhielt er vom Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. "Eine langsame Lebensarbeitszeitverlängerung auf 70 Jahre ist der humanste Ansatz, mit der Herausforderung umzugehen", sagte Klaus Zimmermann "Handelsblatt Online".

 

Utopische Forderung

Nach geltender Rechtslage wird das gesetzliche Renteneintrittsalter zwischen 2012 und 2029 in monatlichen Schritten von derzeit 65 auf 67 Jahre angehoben. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) forderte jedoch, die Gesetzesreform müsse "endgültig zurückgezogen" werden. Die Voraussetzungen für die Rente mit 67 seien einfach nicht gegeben, sagte Verbandspräsident Adolf Bauer der "Braunschweiger Zeitung". 

 

Die Präsidentin Sozialverband VdK Deutschland, Ulrike Mascher, wies die Rente mit 70 als utopisch zurück. Bereits die Rente mit 67 erhöhe das Risiko der Altersarmut. Der Wohlfahrtsverband Volkssolidarität wies die Rente mit 70 als absurd zurück und bezeichnete ein Eintrittalter mit 67 als sozial unverträglich.

 

Arbeitsministerium sieht positive Entwicklung

Der Sprecher des Bundesarbeitsministeriums, Christian Westhoff, verwies darauf, dass sich die Entwicklung der Erwerbstätigen bei den 60- bis 64-Jährigen im ersten Quartal 2010 positiv auf 40,5 Prozent entwickelt habe. "Da ist dann allerdings alles dabei: Da ist jede Form der Beschäftigung, auch Selbstständige, Beamte und weiteres dabei", sagte er.

 

Die SPD bezichtigte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen daher, sich diese Zahlen schön zu reden. "Dabei zählt sie unter anderem auch Selbstständige, Beamte, Altersteilzeit und Mini-Jobber mit - selbst, wenn diese nur eine Stunde arbeiten", erklärte Generalsekretärin Andrea Nahles. Die Quote der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in dieser Altersgruppe betrage jedoch nur 21,5 Prozent.

 

Anstieg der Renten 2015 wieder möglich

Auch die Gewerkschaft ver.di sprach von "falschen Argumenten und geschönten Zahlen". ver.di-Chef Frank Bsirske erklärte: "Für Krankenschwestern, Bus- und Straßenbahnfahrer, Müllwerker oder Kita-Erzieherinnen ist vielfach schon das jetzt geltende Rentenalter 65 kaum erreichbar." 

 

Der Freiburger Rentenexperte Bernd Raffelhüschen rechnet allerdings wegen der anziehenden Konjunktur mit Rentenerhöhungen. Die Bezüge der 20,2 Millionen Ruheständler könnten möglicherweise bis zu zwei Jahre früher angehoben werden als bisher erwartet. "Wenn wir dauerhaft über 1,5 Prozent Wachstum haben, können die Renten schon 2015 oder 2016 wieder steigen", sagte Raffelhüschen der "Bild"»-Zeitung.

 

Die Grünen plädierten in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" für eine Aussetzung der Rente mit 67 bis 2012. Die Linke forderte dagegen "außerparlamentarischen Druck" gemeinsam mit Gewerkschaften und Sozialverbänden, um einen generellen Kurswechsel durchzusetzen. 

Quelle: Bericht n24 11.08.2010 20:40 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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